Die alte Keulenbergbaude
Die Bilder, die Euch jetzt zeigen möchte, kennen sicher die wenigsten der jüngeren Besucher meiner Seite.
Ich selbst habe die Keulenberg-Baude auch nur im verfallenen Zustand um ca.1990 gesehen.
Die Baude wurde 1862 als einstöckiges Berghaus von Herrn Ferdinand Bürger aus Oberlichtenau errichtet und diente bis zu ihrer Schließung am 24. April 1962 als Gastwirtschaft und Wohnhaus. Näheres zur Geschichte der Baude erfahrt Ihr im historischen Teil der Keulenbergseite
(Klickt auf die Bilder wenn Ihr sie größer sehen wollt)
Die Baude um 1955 Der Giebel mit Sonnenuhr Der ehemalige Lindengarten Der Saal in der Keulenbergbaude
So sah es also in der Zeit um 1950-60 auf dem Keulenberg aus. Eine schmucke Bergbaude lud hungrige und durstige Wanderfreunde zum ausruhen ein. Ein rühriges und immer zuvorkommendes Wirtsehepaar sorgten auch dafür, daß der Keulenberg ein Massenwanderziel wurde. Ob früh um fünf oder abends um elf, es wurde immer geöffnet!
Wandmalerei in der Gaststube Wandmalerei über das "Keulenbergmännchen" Wandmalerei in der Gaststube Wandmalerei über einen, in die Jahre gekommenen, Jäger.
Die Gaststube der Baude war mit reichlich Wandmalereien verziert wobei einige die Sagenwelt des Berges widerspiegelten. Einige davon sind zum Beispiel die Sage vom Keulenbergmännchen, der auf die Schätze des Berges aufpaßt oder die Sage um die goldenen Wurzel.
Blick vom Weg zur Ruine Blick von der Ruine Blick zum Berg aus Richtung Reichenbach Blick zur Nordseite des Berges mit Baude und Aussichtsturm
Hier noch ein paar Bilder von der Zeit um 1940. Der große Vermessungsturm, im Hintergrund der beiden linken Bilder, wurde 1936 erbaut. Auf den beiden Bildern rechts, seht Ihr die Keulenbergbaude von der Reichenbacher Seite. Leider weiß ich nicht genau wann diese Bilder aufgenommen wurden.
Berggipfel mit Turm und Baude Auf dem Berg Sonnenuhr-zähl die herrlichen Stunden nur! Die Baude kurz vor ihrer Schließung 1962
Die schönsten Tage erlebte die Baude und ihre Gäste in der Zeit von 1950 bis zu ihrer Schließung im Jahre 1962. Nach der Beschlagnahme durch die SED-Bezirksleitung und ihrer Nutzung als Jagddomizil für Herrn W.Krolikowski und Co., war die Baude dem Verfall preisgegeben.
So sah die Baude nach der Wende aus! Keine Rettung für die Baude Das letzte Wort hat die Baggerschaufel Das Ende der Baude
Es wurde nichts mehr in die Baude investiert. Das Dach wurde undicht, Regen und Feuchtigkeit drangen ein, bis es schließlich zwischen 1975 und 1983 zusammenbrach. Die Instandsetzung der Baude lohnte sich nicht mehr und so endet ein schönes Stück Keulenberggeschichte1990 unter der Baggerschaufel.
Alle Bilder wurden freundlicherweise vom Verein "Bergfreunde Keulenberg e.V." zur Verfügung gestellt!