Bereits 1954 befaßte sich der
Kulturausschuß der Gemeinde Oberlichtenau mit dem Gedanken, 1955 ein Bergfest auf dem
Keulenberg abzuhalten. Wochenlange Vorbereitungen waren nötig. Viele Köpfe und Hände
ermöglichten die Abhaltung am 27. und 28. August 1955. Eine Ausstellung ,,Was gibt uns
der Wald und Berg?" von Helmut Geißler erfreute sich eines guten Zuspruches. Auch
war ein lebendiges Wildschwein zu sehen. Wunderbar nahm sich die Naturbühne unterhalb des
Aussichtsturmes aus. Vor dieser war eine große Zuschauertribüne errichtet worden. Auf
der Nymphenwiese stand ein großes Zelt der Konsumgenossenschaft und eine Tanzdiele. Am
Wege und vor dem Berg wurden an Verkaufsstände allerhand Eßwaren angeboten. Die
Witterung war etwas wolkig und abends gab's ein Gewitter mit etwas Niederschlag. Gezeigt
wurde im Freilichtspiel:
,,Keulenberg droben - Sagen
umwoben"
(Text von Gerhard Kühne und Erich Böhme, Oberlichtenau, Musik von Herbert Kirfe,
Oberlichtenau)
Zeit: 18. Jahrhundert
Personen:
Künder der Sage --------------------------------------------------------- Gerhard Kühne
Karl, Holzfäller ----------------------------------------------------------- Walter
Meißner
Lorenz, Holzfäller -------------------------------------------------------- Erich Böhme
Gottlob, Holzfäller ------------------------------------------------------- Kurt Zumpe
Eberhard, Holzfäller ----------------------------------------------------- Walter Guhr
Trina, Frau von Lorenz ------------------------------------------------- Johanna
Moschke
Jagdherr vom Schloß Oberlichtenau -------------------------------- Ehrenfried Gräfe
Jagdherrin vom Schloß Oberlichtenau ------------------------------ Sonni Vetter
Zwei Jäger ----------------------------------------------------------------- S. Meißner,
S. Garten
Berggeist, genannt Bergtreu ------------------------------------------ Gerhard Kühne
Blumenelfchen ------------------------------------------------------------ Sauermann,
Eichler,Hoheisel, Schreiner
Tauelfchen ----------------------------------------------------------------- H. Büschlepp
Erster Gnom, Zwergältester ------------------------------------------- Rudi Kummer
Zweiter Gnom, Zwergältester ----------------------------------------- Hennri Meißner
Zwei Zwerge --------------------------------------------------------------- W. Wendt, H.
Kummer
Keulenbergriese, genannt Keulenschlag --------------------------- Heinz Moser
Sohn des Riesen ---------------------------------------------------------- Karl-Heinz
Burkhardt
Zwei Riesen ---------------------------------------------------------------- M.
Jungnickel, R. Etienne
Nymphenprinzessin ------------------------------------------------------ Brigitte Jenichen
Drei Nymphen ------------------------------------------------------------- Barth, Gräfe,
Aberle
Ferner: Jäger, Blumenelfen, Nymphen und Zwerge
Bühnenbauten: Helmut Geißler und Walter Meißner
Technische Einrichtung: Rudi Kummer
Tänze der Nymphen und Zwerge: H. Kirfe, 0. Schäfer, Kurt Roschig und H. Wigger
Kostüme: Paul Kühne
Masken: Arthur Schlenkrich
Musikgruppe der Grundschule Oberlichtenau: Kurt Roschig
Gegeben wurde das Spiel an folgenden Tagen:Sonnabend, den 27. August
1955 nachmittags --------- für Kinder
Sonnabend, den 27. August 1955 abends ---------------- Uraufführung
Sonntag, den 28. August 1955 nachmittags ------------- 14.00 und 16.00Uhr
Sonntag, den 28. August 1955 abends -------------------- 19.30Uhr
Alle Vorstellungen waren mit Zuschauern voll besetzt.
Die Freilichtspiele wurden bei besserem Wetter am 4. September 1955 nachmittags und abends
wiederholt. An beiden Vorstellungen waren alle Plätze wieder belegt. Das Spiel gab in
seiner Ausführung den Sinn von einigen Keulenbergsagen wieder,
die von den Autoren geschickt zusammengefügt waren. Die sehr gute Ausstattung und
Spielweise der Aufführung vor der Naturkulisse erregte allgemeine Bewunderung. Hierzu
erklang als Uraufführung das Keulenberglied, welches von
Herbert Kirfe in Wort und Melodie geschaffen wurde. |
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