Weit überragt wurde der eiserne Turm von einem riesigen 64 Meter hohen Holzgerüstturm, der in der Zeit vom 15. Mai 1936 bis 8. Juli 1936 erbaut wurde. Hierzu wurden etwa 130 Festmeter Holz verbraucht. Dieses Bauwerk bestand eigentlich aus zwei Türmen, die ineinander gebaut waren und sich in keiner Phase berührten. Der äußere achteckige Turm war der Geräteträger, und daher schwankungsfrei gebaut. Der innere diente als Steig und Bedienungsturm und konnte somit Schwankungen aufweisen. Der Turm diente der Hauptdreieckvermessung zur Verbesserung der Karten. Meßpunkte waren: der Keulenberg, die Landeskrone bei Görlitz und die Lausche. Im Alter von 64 Jahren starb am 25. August 1936 der Bergwirt Alwin Bürger. Die Erben verpachteten die Bergwirtschaft an Herrn Arthur Höntzsch aus Pulsnitz. Das Einzugsfest war am 10. April 1937. Ende März, Anfang April vergrößerte die Firma Paul Franke die Platttarm des Aussichtsturmes um etwa 20 cm nach allen Seiten. Das letzte Treppenteil des Turmes verlegte man von der Turmmitte zur Seite. Die Gebäude erhielten 1938 einen neuen Außenanstrich, ebenso wurde innen neu renoviert. Ein Teil des Berges wurde in den Jahren 1939-1940 von der Luftwaffe der Hitlerarmee in Besitz genommen. Die Fahrstraße von Oberlichtenau wurde verbreitert und neu ausgebaut. Hochspannungskabel legte man von der Oberlichtenauer Trafostation bis auf den Berg. Weiter legte man Telefonkabel von Großenhain über Königsbrück und Gräfenhain zum Berg. Die ergiebige Quelle auf Kaisers Wiese, am Ende der Försterschlucht, wurde zur Brunnenanlage ausgebaut. Eine Pumpstatian führt das Wasser zu den Gebäuden der Luftwaffe. Zwei Gebäude, ein Zweifamilienhaus, eine Wache, ein kleiner Stall und zwei große eiserne Funktürme als Sendeanlage sind errichtet worden. Den ganzen Krieg hindurch war diese Sendestation für den Militärflugplatz Großenhain im Einsatz (Flugleit und Flugsicherung). |
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| Übernommen aus dem Heft "Keulenberg-Berg der Heimat" |