Auch die folgende Sage mag wohl in jener Zeit, wo das
Goldproblem die Gemüter beschäftigte, entstanden sein.
Einst wollte ein Bauer seinen Acker am Keulenberg zur Saat vorrichten. Dabei fuhr er mit
seinem Pflug an eine feste Wurzel, die er nicht zerreißen konnte. Als er sie genauer
betrachtete, sah er sie für reines Eisen an, und mit einer Rodehacke brachte er sie
schließlich aus der Erde. Er ging dann zum Schmied, um sich daraus einen Pflug machen zu
lassen. Dem Schmied kam das Stück merkwürdig vor, zumal er bemerkte, daß es im Feuer
ein anderes Aussehen bekam und glänzender wurde. Daher zeigte er es anderen Leuten, wo es
schließlich noch ein Goldschmied in die Hände bekam. Der Goldschmied merkte sofort, daß
er reines Gold vor sich hatte. Er ließ es sich nicht merken, sondern sagte, daß dies ein
besonderer Stahl sei, der nur zu Werkzeugen für die Goldschmiede zu verwenden wäre. Der
Bauer, der von dem Schatze nichts wußte, hielt die Auskunft für Wahrheit und verkaufte
dem Goldschmied das Stück für wenig Geld. Der Goldschmied hat dann viele hunderte
Goldschmuckstücke daraus geschmolzen.
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