Hagel und Flammen

Als im 18. Jahrhundert Gräfenhainer Bauern am Fuße des alten Geisterberges in der Heuernte beschäftigt waren, raste plötzlich eine finstere schwarze Wolke daher. Aus ihr regnete es Steine so groß wie eine Mannesfaust. Am Berge leuchteten blaue Flammen auf, es dröhnte der Donner, wie mit einem Schermesser wurde das Gras von der Erde weg vom Sturm abgerissen. Die Heuschober wurden aufgehoben und verschwanden in der Luft. Da sagte die Bäuerin zu ihrem Mann: ,,Komm, wir wollen noch Hause gehen, hol das Zeug, der jüngste Tag kommt." Unerschrocken antwortete dieser: ,, Du Närrin, wenn der jüngste Tag kommt, brauchen wir das Zeug nicht mehr." Auch will man gesehen haben, wie zu gewissen Zeiten feurige Flammen vom Berg zum Himmel aufgeschlagen sind.

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