Eine andere Sage weiß von einem Mann aus Naundorf zu
berichten, der mit seiner Karre nach dem Keulenberg fuhr, um Leseholz zu laden. Er
zwängte sich durch das dichte Gehölz und stand plötzlich vor einem Felsen, der einen
Höhleneingang hatte. Neugierig ging er hinein und kam in eine düstere Höhle. Da
erblickte er - er traute seinen Augen kaum - einen großen Schatz von Gold- und
Silbermünzen. Hastig füllte er sich seine Taschen und Schürze, und es war wenig, was er
entnommen hatte. Um alles wegzubringen, wollte er seine Karre holen und schüttete das
bereits Aufgelesene wieder hin. Als er zurück kam, war der Eingang verschwunden. Er hat
gesucht und mit den Fäusten an den Felsen geschlagen; nichts rührte sich. Ohne Münzen
und ohne Holz fuhr er am Abend mißmutig noch Hause und blieb ein armer Mann sein ganzes
Leben lang.
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